Stiftungsfest, Rudelsburg, Cartellversammlung – volles Programm im Mai

Nach dem Jubel-Gründungsfest am ersten Advent in Münster stand zu Pfingsten die Feier des 125. Stiftungsfestes in Greifswald an. Hierzu hatte das bewährte Festkomitee, bestehend aus AH-xx Carsten Schönebeck und AH Sven Armbrust, gemeinsam mit der Aktivitas wieder ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Bereits zum “Early Bird” am Mittwoch waren zahlreiche Alte Herren aus Nah und Fern adH vertreten, um bei leider etwas kühlen Temperaturen einander und die Aktiven wiederzusehen. Natürlich wurde in diesem Rahmen auch der Schwaaßstaan, welcher dieses Jahr seinen 20. Geburtstag (in dieser Funktion) feiert, ausgiebig genutzt. Am Donnerstag ging es in der Frühe nach Menzlin, wo wir fachkundige Informationen zum hier einstmals bestandenen Wikingerlager erhielten, bei einer Floßfahrt auf der Peene Gänse, Biberburgen und Adler bestaunen durften, zur sportlichen Ertüchtigung Axtwerfen übten und auch bestens mit Gegrilltem und Kuchen versorgt wurden. Am Abend stand dann der offizielle Begrüßungsabend an. Nach einer kurzen Andacht in der Kirche ging es zu Grillfleisch, Salaten, Bier und Livemusik auf den Kirchhof, später dann noch aufs Haus, wo ausgiebig weitergefeiert wurde. Das führte dann auch zu Ausfällen auf Seiten der Aktivitas beim zweiten Ausflug am Freitag. Dieser führte die Alemannenfamilie zu Vorpommerns Vesten; zunächst gab es die Reste des Klosters Stolpe zu begutachten, dann die Burg Spantekow und zuletzt die romantische Ruine der Veste Landskron. Hier servierte uns ein örtlicher Versorgungsbetrieb Soljanka und Wurstbrote von hervorragender Qualität zum mittäglichen Picknick.Blick in den Kaisersaal beim Kommers Derart gestärkt ging es zurück nach Greifswald zu den letzten Vorbereitungen für den abendlichen Kommers. Dieser fand nicht in unserem angestammten Kommerslokal, der Klosterschenke, statt, sondern aufgrund der Größe der Corona im Kaisersaal der Stadthalle. Festredner Michael Sack (Kreistagspräsident des Landkreises Vorpommern-Greifswald) warb für den zweiten Blick auf Vorpommern und traf damit bei vielen Anwesenden, die sich bei den Ausflügen bereits von der Schönheit des Landes überzeugen konnten, ins Schwarze. Auch Senior Peter Rhinow konnte mit seiner Rede zur Angst überzeugen. Anlass zur Freude gab es bei der Verleihung dreier Hundert-Semester-Bänder. Und auch an diesem Abend ließen es sich viele Bundesbrüder nicht nehmen, nach dem Kommers noch adH weiterzufeiern. Der Samstag konnte dann auch zu großen Teilen zur Entspannung genutzt werden Die vereinten Aktivitates beim Ball(nur unterbrochen durch die Convente), bevor es am Abend zum Festball nach Quitzin ging. Zunächst erzählte uns der Besitzer des Hauses die Geschichte seines Werdegangs vom Pastor zum Gutsherrn, anschließend ging es in die feierlich geschmückte Festscheune, wo nach leckerem Essen ausgiebig getanzt wurde. Und auch hier hielt es wackere Alemannen nach der Rückfahrt noch bis in die frühen Morgenstunden am Tresen. Umso schwieriger war für viele der Messbesuch um 10 Uhr; wenn man es denn überhaupt geschafft hatte, gab es für die meisten nur noch einen Stehplatz im Vorraum, so voll war die Kirche. Der im Anschluß geplante Frühschoppen auf dem Marktplatz wurde aus wettertechnischen Grünen auf das Alemannenhaus verlegt. Bei Spanferkel und Gerstensaft ging es hier für die einen noch bis abends weiter, während andere sich bereits wieder auf den Heimweg nach Münster oder sonstwo machten. Die ganz hartgesottenen waren allerdings auch am Montag noch zur Aufräumkneipe adH. Ein Alemanne kann halt nie genug bekommen…

Das gilt auch für die wackeren Mitstreiter, die sich schon am Freitag erneut auf den Weg machten. Der Allianzkommers ist traditionell ein Highlight des Sommersemesters, und so machten sich Senior Peter, Fux Philipp, Gilbert, Max und AH Schönebeck am Freitag gegen Mittag auf den Weg nach Saaleck. AH Müller kam mit der Bahn hinzu. Zunächst ging es hier auf die Neues HinweisschildBurg zum Fahnenaufzug (und erstem Bier am Ort), anschließend in den Garten des “Burgblick” in Saaleck, wo seit 1989 die Allianz tagt. Hier gab es Bratwurst vom Grill (“Beste Bratwurst von Welt wo gibt”), weitere Biere und studentischen Gesang. Ein Höhepunkt des Abends war auch die Enthüllung eines neu gestifteten Schildes am BBurgfried mit Fahnenurgblick, welches großformatig auf die Allianz hinweist. Anschließend bezogen die Alemannen das traditionelle Nachtlager im Saal auf Tischen, Stühlen und unter Tischen (“da ists wärmer”). Am Samstag gab es diesmal eine Neuerung: statt der traditionellen Bohnensuppe hatte Wirt Uwe Kanthack eine Kartoffelsuppe präpariert. Auch diese mundete. So konnte der folgende Allianzconvent gut überstanden werden. Im weiteren Verlauf des Nachmittags stand dann der Empfang der Saalefahrer an. Die traditionelle Floßfahrt der Salana Jenensis auf selbstgebauten Wassergefährten zum Kommers ist für diese fester Bestandteil des Wochenendes, und jedes Jahr sind auch zahlreiche Gäste mit dabei. Dieses Jahr konnten alle Aquanauten heile landen und kein Floß ging verloren. So konnten alle Kommersteilnehmer frohen Mutes den Berg zum Löwendenkmal erklimmen, wo zunächst das Totengedenken am Allianzstein abgehalten wurde und nach längerer Wartezeit dann auch endlich das Spanferkel eintraf. Es hat wohl dennoch allen geschmeckt. Nach Einzug der Fahnen in den Burghof sammelten sich die Teilnehmer im Rittersaal, wo der Kommers pünktlich begann. Hier eine Kurzzusammenfassung (soweit erinnerlich): Verlesung von Teilen des ersten Kommersprotokolls; Festrede von Raimund Lang über Hermann Allmers, Scheffel und die Allianz; 10 Salamander; Ausmessung der Bierminute; altes Schild ersteigert; Vorort erfolgreich übernommen (gemeinsam mit AV Eques Aureus und Burschenschaft Gaudea); eisgekühlter Salamander, Salamander eisgekühlt! Der anschließende Abstieg mit Fackeln ins Tal gestaltete sich relativ problemlos, der Mitternachtssnack (Kartoffelsuppe mit Schweinerest) war vielleicht etwas zuviel des Guten. Den Abschluß des Wochenendes in Saaleck bildete das Frühstück am Sonntag. Danach hieß es Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr. Doch während AH Müller mit der Bahn schon wieder nach Hause fuhr, ging es für die Insassen des Autos noch nach Barleben, wo auf dem Köselhof noch eine Rudelsburg-Ex-Kneipe geschlagen wurde. So sind sie, die jungen Aktiven.

Und für Senior Peter war das immer noch nicht genug. Er will am Donnerstag nach Würzburg, wo die Cartellversammlung stattfindet. Ermüdende Beratungen und froher cartellbrüderlicher Austausch stehen da auf dem Programm. Auch AH Müller ist dann wieder mit von der Partie, aber wahrscheinlich liegt der schon früh im Bett, während Peter immer noch an den Tresen der Würzburger Häuser klebt. Wir wünschen viel Vergnügen!