Im Fuxenbus zum Gründungsfest

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt: Jedes Jahr am ersten Wochenende der vorweihnachtlichen Zeit findet in Münster das Gründungsfest statt. Und ohne eine große Greifswalder Delegation ist es nur halb so schön! Deshalb machten sich dieses Jahr wieder zahlreiche Greifswalder Alemannen auf den Weg, um mit der gesamten Alemannenfamilie ein gemeinsames Wochenende zu verbringen.

Das Programm ist schnell erzählt (Kommers, Convente, Gesellschaftsabend, Messe), doch ist es natürlich das ganze Drumherum, was ein Gründungsfest immer wieder zu einer schönen Sache macht.

gruendungsfest10So fuhren wir am Freitag gut gelaunt mittags los und kamen trotz zahlreicher Pausen aufgrund schwacher Fuxenblasen knapp, aber pünktlich zum Kommers im Zwei-Löwen-Klub. Viele Alte Herren, ob nun in Greifswald oder Münster studiert, freuten sich über ein Wiedersehen oder Kennenlernen, und insbesondere die hohe Anzahl der Füxe sorgte für große Freude (und bereitwillige Spenden an die Fuxenkasse, die nach der Bestellung 8 neuer Mützen schon wieder deutlich leerer ist). Der Festredner Cbr. Wilhelm Siemen (Sd) erläuterte in seiner ausführlichen Rede die Struktur und das Engagement der Lions-Clubs in Deutschland, deren Governorratsvorsitzender er war, was bei den Anwesenden noch für das gesamte Wochenende für Diskussionsstoff sorgte. Bbr. Alexander Kerkhoff konnte zum Kommers den Fuxenstall mit dem Aufstieg in den Burschensalon verlassen. 5 verliehene Hundert-Semester-Bänder zeugen von der Beständigkeit unseres Lebensbundes auch über das Studium hinaus bis ins hohe Alter. Im Anschluß an den Kommers wurde noch ausgiebig im Klub und später – mit Zwischenstopp im Nordstern – auf dem Haus weitergefeiert.

Der Samstag begann – teils noch etwas müde vom Vorabend – mit den Conventen. Anschließend ging es entweder in die Stadt, um dort den Weihnachtsmarkt aufzusuchen, oder zurück an den Tresen. Nach Glühwein, Eierpunsch und Bier fanden dann doch alle zum Gesellschaftsabend wieder den Weg zurück zum Haus, wo der Consenior zunächst die Damenrede hielt; anschließend gab es ein vorzügliches westfälisches Buffet mit Pfefferpotthast, Backschinken, Schwarzwurzeln und anderen Köstlichkeiten. Nach dieser Stärkung suchte auch noch der Hl. Nikolaus – leicht verfrüht – das Alemannenhaus auf und verteile Geschenke für Klein und Groß. Die Geselligkeit kam an dem Abend nicht zu kurz; Gespräche und Diskussionen unter den Bundesbrüdern, die sich vielfach nur einmal im Jahr sehen, dauerten bis in die Morgenstunden an.

Am Sonntag fand die Messe wie immer mit Bbr. Winfrid Cramer in der Kapelle der Hildegardisschule statt. In seiner Predigt wies Bbr. Cramer darauf hin, daß alles Dunkel der Adventszeit – was auch in den Lesungstexten vorkommt – letztendlich im Lichte des Weihnachtsfestes mündet. Anschließend ging es zur mittäglichen Stärkung aufs Haus zurück; bei Hochzeits- und Kartoffelsuppe klang das Stiftungsfest gemütlich aus. Einige Bundesbrüder zog es danach nochmals auf den Weihnachtsmarkt, doch für den Großteil der Greifswalder hieß es dann bereits wieder Abschied nehmen. Eine lange Autofahrt später erreichten wir müde, aber zufrieden, das heimische Haus.

Es war wie immer ein tolles Fest. Ein besonderer Dank an dieser Stelle nochmals den Münsteraner Chargen und dem Aktivensenior Richard-Viktor Hagemann, der durch seine souveräne Leitung zu überzeugen wußte. Die Greifswalder Aktivitas freut sich schon auf den Gegenbesuch der Münsteraner Bundesbrüder – sei es zur Abkneipe oder Pfingsten zum Stiftungsfest.